und mit Ihr die Segelfläche wurden dem zufolge so groß gewählt wie bei reinen
Segelschiffen. Sie wurde also nicht, wie es vielerorts geschah, im Hinblick auf
das Vorhandensein eines Hilfsmotors verkleinert, um dadurch Gewicht und
Arbeitskräfte einzusparen, vielmehr sollte das Schiff bei günstigen
Wetterverhältnissen ohne Zuhilfenahme des Motors 12 bis 13 Knoten fahren können.
Das gesamte
stehende Gut
bestand aus erstklassigen Stahlerzeugnissen. So wurden die Masten und leichten
Rahen
sowie der Besanbaum
und die Gaffeln
aus nahtlosem Rohr hergestellt, das von dem bekannten Mannesmann-Röhrenwerken in
Düsseldorf bezogen wurde.
Bei den schweren Rahen konnte aufgrund des großen
Durchmessers das Mannesmann-Walzverfahren nur bedingt angewendet werden.
Stage und
Pardunen stellte man aus Eisendraht her, der
zum Teil einen Durchmesser von 5 3/4 Zoll hatte. Als Besegelung dienten
drei
vollgetakelte
Masten, Fock- Groß- und
Kreuzmast mit je einer
Unterrah,
doppelten Mars- und
Bramrahen und einer Royalrah, insgesamt also
je sechs Rahen. Der
Besanmast trug einen unteren und einen oberen
Besan
sowie ein
Gaffeltopsegel. Insgesamt hatten die
Hauptsegel einen Flächeninhalt von 3.400 Quadratmetern.
Die Ballaststoffrage stellte ebenfalls einen
besonders wichtigen Punkt bei der Konstruktion dar. In einem Doppelboden, von
der Höhe der für Segler üblichen
Bodenwrangen,
sowie im hinteren
Piektank
konnten ca. 470 Tonnen Wasserballast eingenommen werden. Da diese Menge bei
Ballastreisen
jedoch nicht ausreichte, musste zusätzlicher Ballast in Form von Sand o. ä.
eingenommen werden. Bei Ballastfahrt sollte der
Propeller
so tief im Wasser liegen, dass er auch bei Seegang noch gute Wirkung zeigte. Dies
konnte durch die Trimmänderung des Wasserballastes erreicht werden, da der
Doppelboden in mehreren Abteilungen unterteilt war.
Trotz Einbau des Motors, der dazu gehörenden
Bunker, der Hilfsmaschinen, sehr umfangreicher Wohneinrichtungen,
Mittellängsschott und Ballasttanks,
konnte noch eine Gewichtsersparnis im Vergleich zu ähnlichen Segelschiffen
erreicht werden. Diese ergab sich aus einer zweckmäßigen Anordnung der Verbände
sowie durch Ersatz von schweren Bauteilen durch gleichwertige leichtere
Bauteile. Auf die schwere hölzerne
Bodenwegerung
im Bereich der Laderäume wurde verzichtet. Sie wurde nur unter den
Lukenschächten ausgeführt. Auch konnte auf dem Hauptdeck der Holzbelag gespart
werden, da die Bedienung der Segel fast ganz von den Holz belegten Aufbaudecks
erfolgte.
Neuartig war die Abstützung des Decks. Die
Belastung der Decks wurde durch die Decksbalken auf ein eisernes
Mittellängsschott übertragen. Im Bereich der
Lukenlängssüllen als Unterzüge, die an
den vier Ecken durch Rohrstützen abgestützt waren. Im Brückendeck ersetzten die
durchlaufenden eisernen Schotten, welche die Wohnräume begrenzten, die
Längsträger und machten die Unterzüge überflüssig. Die Laderäume waren daher
frei von den sonst auf Segelschiffen üblichen Stützenreihen. Für
Schüttgutladungen musste das Mittellängsschott unter den Luken durchgeführt
werden. Im Bereich der Luken wurden große Flügeltüren, die ja nach Lukenlänge
aus zwei oder vier Flügeln bestanden, eingebaut. Wenn sie nicht benutzt wurden,
konnten sie an den festen Teil des Mittellängsschott herangeklappt werden. Beim
Aufbau der Schotten wurden die Flügel nur aufgeklappt, verriegelt und mit
Spannketten am Doppelboden und an den Süllen befestigt.