Magdalene Vinnen im Dock

 

Mannschaftsbild

 

Magdalene Vinnen

1921 - 1936

Im März 1921 lief die Viermastbark vom Stapel und wurde auf den Namen MAGDALENE VINNEN getauft. Die Übergabe an die Vinnen-Reederei, die nach dem Verlust ihrer gesamten Flotte vor dem Nichts stand, hat mit der Indienststellung von fünf Fünfmastschonern einen kompletten Neubeginn gemacht.

Am 1. September 1921 lief die MAGDALENE VINNEN unter der Führung von Kapitän Lorenz Peters zu ihrer ersten Reise aus. Die Route führte von Bremen über Cardiff, wo Kohle geladen wurde, nach Buenos Aires. Trotz schlechter Wetterbedingungen dauerte die Fahrt von England nach Argentinien mit einer Kohleladung nur 30 Tage.

Transportiert wurde auf der MAGDALENE VINNEN alles, was damals den Wasserweg nahm: Neben der erwähnten Kohle aus Wales war es Schnittholz aus Finnland, Weizen aus Australien, Schwefelkies aus Italien und Stückgut aus Belgien. Nie musste die Viermastbark Ballast fahren.

Auf ihren Fahrten bewährte die MAGDALENE VINNEN sich als außerordentlich schneller Segler. Aber auch die Entscheidung, dieses Schiff mit einem Hilfsmotor zu versehen, erwies sich für die Navigation und Wirtschaftlichkeit des Schiffes als richtig. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 1/4 Knoten war der Motorsegler nur geringfügig langsamer als die Frachtdampfer und sparte bei gleichzeitig höherer Ladekapazität Brennstoff, da die Maschine nicht dauernd benötigt wurde. Auf der Fahrt nach Buenos Aires setzte man diese nur an 7 Tagen ein.

Für die Vinnen-Reederei machte die Viermastbark auch 2 Kap-Hoorn-Reisen nach Chile und nach Megillones. Bis zur letzten Reise unter der Vinnen-Flagge 1936 führten die Routen das Schiff nach Argentinien, Südafrika, Australien, Reunion und auf die Seychellen. Die letzte Reise des Frachtseglers unter der Vinnen-Flagge war 1936.